Treumedizin verankert ERP als Rückgrat

 
Handgerät zur Patientenüberwachung mit Vitaldatenanzeige

Wenn jedes Detail zählt

Ein Patientenmonitor auf der Intensivstation ist kein isoliertes Gerät. Er ist Teil eines fein abgestimmten Systems: Sensoren erfassen Vitaldaten, Alarmgrenzen geben lebenswichtige Hinweise, Zentralen vernetzen ganze Stationen. Und im Ernstfall zählt jede Sekunde. Damit aus hochkomplexer Medizintechnik im Alltag verlässliche Routine wird, bündelt Treumedizin am Firmenstandort in Planegg bei München Konfiguration, Integration und langfristige Betreuung.


Rund 30 Mitarbeitende sorgen dafür, dass Geräte, Daten und Dokumentation sauber zusammenlaufen. Seit 2024 hält Dontenwill ERP im Hintergrund alle Fäden zusammen und sorgt für durchgängige, belastbare Abläufe.

Vom Gerätevertrieb zum Projekthaus

Als Philips-Partner für Patientenmonitoring und Defibrillation ist das Unternehmen Distributionspartner und Dienstleister zugleich: geliefert wird nicht nur Hardware, sondern ein System, das installiert, konfiguriert und über Jahre begleitet wird. Als sich Treumedizin vom reinen Gerätevertrieb stärker in Richtung Projekt- und Servicegeschäft entwickelte, wuchs auch die Komplexität im Hintergrund. „Unser altes ERP war noch auf einen anderen Geschäftsbetrieb ausgelegt“, sagt Jacob Starzner.

 

Als 2022 die Abkündigung der bisherigen Software folgte, war der Schnitt unvermeidbar. „Das war dann das Todesurteil.“ Das neue ERP sollte die Abläufe nicht nur abbilden, sondern verlässlich zusammenführen – vom Projektgeschäft bis zum Service. Wichtig war ein Lizenzmodell mit planbaren Kosten, das als Einmalinvestition kalkulierbar bleibt, ohne reinen SaaS-Zwang. Entscheidend war am Ende aber das Vertrauen in den Partner.

 

Treumedizin über Dontenwill ERP

 
„Der Consultant kann nur Anstöße geben, aber die Ordnung im eigenen Haus müssen wir selbst schaffen.
Die Art und Weise, wie wir heute arbeiten, ist fundamental anders als vorher.“

Jacob Starzner, Geschäftsführer

 

 

Techniker erklären Philips Medizingerät im Servicebereich

Variantenvielfalt mit Verantwortung


Was nach Vertrieb klingt, ist in der Praxis ein hochdynamisches Konfigurationsgeschäft. Ein Patientenmonitor besteht aus einem Basisgerät, das durch 30 bis 40 Optionen ergänzt werden kann – physische Module, Softwarelizenzen, Zusatzkomponenten. Manche Bausteine lassen sich später austauschen, andere bleiben fest verbunden.

 

Preise entstehen aus Abhängigkeiten, nicht aus einzelnen Artikelnummern. „Diese unterschiedliche Artikelstruktur aus physischen und virtuellen Artikeln sowie Zusatzkomponenten hat es extrem umfangreich gemacht“, so Geschäftsführer Jacob Starzner. Für Marcel Mayer, verantwortlicher Consultant bei Dontenwill, war klar: Hier greift keine Standardlogik. „Das Hauptgerät steht oft mit null Euro im System, der Wert entsteht erst über die Optionen, nach klaren Regeln.“

 

Veränderung unter Volllast

Hinzu kommt die regulatorische Ebene. Seriennummern und UDI-Codes müssen eindeutig dokumentiert, Konfigurationsänderungen langfristig nachvollziehbar bleiben. „Wir wollen genau sagen können, welches Gerät mit welcher Ausstattung wann wohin geliefert wurde – und wenn es in drei Jahren zurückkommt, wissen, was wir verändert haben“, sagt Starzner. In Kliniken sind schnell hunderte Geräte im Einsatz, die kompatibel bleiben müssen. Ein ERP-System muss in diesem Umfeld mehr leisten als reine Auftragsverwaltung. Es muss Komplexität sortieren, strukturieren und im Alltag beherrschbar machen.

Ein ERP-Wechsel verläuft selten geräuschlos, auch bei Treumedizin nicht. „In der Realität haben wir vielleicht drei Prozent der Funktionen vorher wirklich gesehen. Die restlichen 97 Prozent mussten dann einfach funktionieren“, sagt der Geschäftsführer. Die nüchterne Bilanz steht für einen Go-live, der parallel zum Tagesgeschäft laufen musste. Zudem war damit auch eine Umstellung der Denkweise und der Workflows verbunden. Langjährig gepflegte Belegordner und papierorientierte Routinen wurden größtenteils obsolet, denn mit dem neuen ERP änderten sich auch Prozesslogiken grundlegend: Prozesse wurden nicht nur übertragen, sondern hinterfragt und neu strukturiert.

Genau an dieser Stelle zeigte sich für Starzner auch der Wert des Blicks von außen. Wie tief der Consultant in die internen Prozesse eintauchte, war für ihn bemerkenswert. „Er kann nur Anstöße geben, aber die Ordnung im eigenen Haus müssen wir selbst schaffen. Die Art und Weise, wie wir heute arbeiten, ist fundamental anders als vorher“, sagt er. Bis diese neue Arbeitsweise in Fleisch und Blut überging, brauchte es allerdings fast ein Dreivierteljahr.

 

Service, Seriennummern und Systematik

Besonders im Service zeigt sich, welchen Unterschied ein durchgängiges ERP-System macht. Reparaturen, Wartungen und Leihgeräte werden seriennummernbasiert abgebildet. Jede UDI wird erfasst, jede Konfigurationsänderung dokumentiert, jede Historie bleibt nachvollziehbar. Für den Geschäftsführer ist das keine theoretische Verbesserung, sondern ein spürbarer Fortschritt im Alltag.

 

„Jetzt kann ich sehr schnell auf Daten zugreifen: Was haben wir verkauft? Was haben wir geliefert? Wie haben wir es geliefert?“ Fragen, die man früher nur beantworten konnte, indem man Ordner wälzte und Lieferscheine durchforstete. Heute stehen die Informationen strukturiert zur Verfügung und lassen sich systematisch auswerten.

 

 

Hand zeigt auf Monitor mit EKG-Kurven und Vitaldaten

Transparenz verändert Entscheidungen

Auch im Controlling hat sich der Blick verändert. Jahresabschlüsse und Geschäftsberichte basieren auf einer konsistenten Datenbasis, Margenanalysen lassen sich differenzierter betrachten. Entscheidungen gewinnen an Stabilität, weil die Zusammenhänge im System nachvollziehbar sind. Mit wachsender Datentiefe steigt die Verantwortung. „Man muss sich ein großes Stück weit auf die Zuverlässigkeit des Systems verlassen“, sagt Starzner. Presales, Wartungsverträge und Reparaturen sollen künftig transparenter und durchgängig dokumentiert sein – vom Lager bis zur Geschäftsführung. Er betont aber auch, dass der Zugriff alltagstauglich bleiben muss, sonst kommt der Nutzen des ERP im Alltag nicht an.

Treumedizin Mitarbeiter arbeitet am Computer

Zukunft mit System

ERP ist für Treumedizin kein abgeschlossenes Projekt, sondern eine Plattform, die weiter ausgebaut wird. Gemeinsam mit Dontenwill werden Prozesse verfeinert und Strukturen nachgeschärft. Entscheidend ist für Starzner dabei vor allem eines: verlässliche Ansprechpartner über Jahre hinweg.

 

„Wichtig ist für uns, dass wir auch in Zukunft kompetente Ansprechpartner haben und nicht wieder bei null anfangen.“ Gerade in einem Umfeld, in dem Geräte, Dokumentation und Historien langfristig zusammengehören, ist Kontinuität mehr als Komfort. So entsteht ein System, das Verantwortung abbildet, Entscheidungen stützt und mit den Anforderungen wächst.

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